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Windkraft ist Frage des Standorts und der Anlage

ÖDP empfiehlt Windkraftanlagen in Bürgerhand

Foto: Pixabay/AngelikaGraczyk

Die Thüringer ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) hält für Thüringen einen Neustart beim Thema Windenergie für notwendig. Das bisherige Vorgehen der Landespolitik habe die Ablehnung der Windenergie in der Bevölkerung nur weiter verstärkt und nicht für die notwendige Zustimmung gesorgt.

Die ÖDP begrüßt in diesem Zusammenhang das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Thema Windparks, welches Anwohnern einen Anteil am finanziellen Ertrag zusichere. Die Thüringer Öko-Demokraten gehen hier noch einen Schritt weiter: Windkraftanlagen sollten vorzugsweise durch Kommunen, in Form von Genossenschaften in Bürgerhand oder durch ortsansässige Unternehmen betrieben werden. Nur durch eine solche unmittelbare Bürgerbeteiligung vor Ort ließen sich alle Aspekte bei der Standortwahl berücksichtigen. Außerdem können so Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl der Anlagen mitreden und eine Berücksichtigung der Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner und des Tier- und Landschaftsschutzes durchsetzen. Diese kommen bisher meist deutlich zu kurz, u.a. weil technische Verbesserungen nicht konsequent umgesetzt werden. Mit dem Ansatz der Windkraft in Bürgerhand würde man letztendlich auch mit der Praxis beim Einsatz der Photovoltaik in etwa gleichziehen. Weiterhin würde dies die dezentrale Speicherung der Energie befördern, weil dann Anwohnerinnen und Anwohner auch unmittelbar davon profitieren würden. Letztendlich sei auch die mittel- und langfristige dezentrale Speicherung von Energie der entscheidende Punkt für den Erfolg einer wirklich sinnvollen Energiewende.

ÖDP kritisiert neuen Umwelt-Staatssekretär

Der Standort von neuen Windenergieanlagen sollte immer mit Bedacht gewählt werden. Um weiteren „Flächenfraß“, also die Versiegelung von Naturflächen, zu verringern oder gar zu beenden, sollten Flächen als Standort in Frage kommen, die bereits vom Menschen genutzt werden. Die natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten, sollte auch beim Einsatz der Windkraft das Ziel bleiben. In diesem Zusammenhang kritisiert die ÖDP die jüngste Aussage des neuen Staatssekretärs im Thüringer Umweltministerium, Burkhard Vogel (B‘90/Grüne). In einem MDR-Interview befürwortete er den Ausbau von Windenergie in Naturparks und Wäldern. Das lehnen die Thüringer Öko-Demokraten entschieden ab.

 

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