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Letzte Landesregierungen haben sich zu wenig für Mitte-Deutschland-Verbindung engagiert

ÖDP regt für Bahnstrecke Weimar-Gößnitz Fokussierung auf die Elektrifizierung an

ÖDP-Landesvorsitzender Martin Truckenbrodt

ÖDP-Landesvorsitzender Martin Truckenbrodt

Nach der Ansicht der Thüringer Landesverbandes der Ökologisch-Demokratischen-Partei (ÖDP) haben sich alle Thüringer Landesregierungen der letzten dreizehn Jahre eindeutig zu wenig für die Mitte-Deutschland-Verbindung engagiert. Keine der Landesregierungen hat den Worten auch ausreichend Taten folgen lassen.

Auch die Öko-Demokraten wünschen sich für diese Fernverkehrsstrecke, neben der Elektrifizierung, einen durchgängigen zweigleisigen Ausbau, nach Möglichkeit auch für den Abschnitt Gera – Gößnitz. Nachdem nun die Kostenkarte gezogen wird, empfiehlt Landesvorsitzender Martin Truckenbrodt eine Fokussierung auf die Elektrifizierung, um endlich durchgängige Fernverbindungen auf der Mitte-Deutschland-Verbindung zu ermöglichen. Das müsse das primäre Ziel sein. Die Elektrifizierung kann so ausgeführt werden, dass ein späterer durchgängig zweigleisiger Ausbau gleich mitberücksichtigt wird. Die Kosten nur für die Elektrifizierung würden, nach grober Einschätzung des ÖDP-Landesvorsitzenden, bei höchstens 200 Millionen Euro liegen.

Für Bahn-Fernverkehrsstrecken favorisiert die ÖDP die Elektrifizierung zur Ablösung des Dieselantriebs. Hier bestehe in Thüringen weiterhin noch Bedarf für die Bahnstrecke Gotha – Leinefelde. Bezüglich des zweigleisigen Ausbaus von Fernverkehrsstrecken sieht die ÖDP weiterhin Bedarf für die direkte Bahnstrecke Erfurt – Sangerhausen. Im Nahverkehr favorisiert die ÖDP zur Ablösung des Dieselantriebs den Einsatz des Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebs und ist sehr enttäuscht über den jüngsten Rückzug der Thüringer Landesregierung bei der ersten Bestellung für die Schwarzatalbahn. Dazu Truckenbrodt: „Auch Rot-Rot-Grün zeigt leider, mit Blick auf die Energiewende, deutlich zu wenig Einsatz beim Schienenverkehr. Mit ein paar Lastenfahrrädern in den größeren Städten Thüringens ist hier auf der Verbraucherseite kein großer Erfolg erzielt. Da müssen schon noch ganz andere Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Darauf warten, dass die Bundesregierung die Arbeit in Thüringen übernimmt, ist definitiv kein zielführender Ansatz.“

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