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Energiewende in Thüringen

Windenergie

Die ÖDP befürwortet grundsätzlich die Nutzung der Windenergie. Natürlich ist die Windenergie ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche und sinnvolle Energiewende. Allerdings werden diesbezüglich derzeit in Thüringen große Fehler gemacht.

Zum einem werden fast ausschließlich Windkraftanlagen installiert, die für den Einsatz offshore in der Nordsee konstruiert sind. Diese benötigen zum einem vergleichsweise hohe Windböen um überhaupt in Drehung zu kommen. Zum anderen erzeugen diese in sehr erheblichem Umfang Infraschall und Lichtbelastung für Mensch und Tier.

Insbesondere ist der Einsatz dieser Anlagen im Wald für uns nicht akzeptabel. Wir lehnen diesen ab.

Windkraftanlagen auf auf Grund von Windbruch kahlgeschlagenen Waldflächen zu installieren, zeugt für uns von wenig Nachhaltigkeit.

Die offensichtlich unter starkem Einfluss von Lobbyisten betriebene Politik der aktuellen Thüringer Landesregierung beim Thema Windenergie schadet massiv der Akzeptanz der Energiewende in großen Teilen der Bevölkerung.

Die Energiewende darf nicht zu Lasten von Mensch und Umwelt umgesetzt werden.

Wir fordern deshalb Folgendes:

  • Förderung und Einsatz von Windkraftanlagen mit vertikaler Drehachse
  • Einsatz von Windkraftanlagen mit horizontaler Drehachse in kritischen Gebieten nur noch in kleinerer und für den Standort geeigneter Ausführung.

Wasserstoff und Methan

Die ÖDP setzt seit ihrer Gründung Anfang der 1980er Jahre auf Wasserstoff als einen wichtigen Energiespeicher der Zukunft. Leider hat man die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie in Deutschland über Jahrzehnte hinweg nur stiefmütterlich gefördert, so dass einzelne asiatische Staaten hier mit deutlichem Abstand die Vorreiterrolle bzgl. technischer Entwicklung und Nutzung übernommen haben. Hier hat sich die deutsche Automobilindustrie mit ihrem Lobbyismus in Brüssel und Berlin und der einseitigen und zudem ebenfalls zu spät erfolgten Fokussierung auf die rein Batterie gestützte Elektromobilität massiv selbst geschadet und damit Arbeitsplätze am Industriestandort Deutschland in Gefahr gebracht.

Wir brauchen in Deutschland und in Thüringen dringend sowohl mehr Infrastruktur als auch mehr Abnehmer für Wasserstoff. Hierbei geht es nicht nur um die Anforderungen der Mobilität. Wasserstoff und Methan sich auch wichtige Rohstoffe für die Industrie.

Die aktuelle Thüringer Landesregierung hat bereits den Willen bekundet Züge mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb einsetzen zu wollen. Gerade weil Thüringen noch sehr viele nicht-elektrifizierte Nebenstrecken besitzt, wäre es sehr gut, wenn hier zeitnah Worten auch Taten folgen würden. Das ist derzeit jedoch leider nicht erkennbar.

Der starke Einfluss von Lobbyisten auf B'90/Grüne ist auch darin erkennbar, dass sich diese nach wie vor einseitig für die rein Batterie gestützte Elektro-Mobilität aussprechen. Wir setzen hier seitens ÖDP eindeutig auf einen Energie-Mix.

Photovoltaik

Erfreulicherweise bietet mit dem Programm Solar-Invest Thüringen als einziges Bundesland noch ein Photovoltaik-Förderprogramm an. Von einer flächendeckenden Nutzung kann jedoch noch keine Rede sein. Wir haben den Eindruck, dass das Förderprogramm zu wenig beworben wird.

https://umwelt.thueringen.de/ministerium/unsere-foerderprogramme/solar-invest/

Die Kommunen sollten darüber nachdenken, ob sie für Neubauten von Wohnhäusern Photovoltaik-Anlagen zur Pflicht machen sollten, nachdem diese bereits seit Jahren wirtschaftlich betrieben werden können. Der Einsatz von Speichern sollte mittlerweile der Standard sein. Heizstäbe für die Einspeisung in Heizungssysteme sind oft sinnvoll. Vielversprechend ist auch der Einsatz von Photovoltaik in Kombination mit Mikro-Blockheizkraftwerken. Hier sind jedoch wohl noch einige Jahre Entwicklung abzuwarten.

Südlink und andere Stromtrassen

Ein wirklich sinnvolle Energiewende ist nur mit klarem Fokus auf dezentrale Energieerzeugung und dezentrale Energiespeicherung machbar.

Für eine wirklich sinnvolle Energiewende sind deshalb keine neuen Stromtrassen wie Südlink und Südostlink notwendig.

Die aktuelle Thüringer Landesregierung legt den Fokus in der Diskussion leider viel zu stark auf die Trassen- und Variantendiskussion. Stattdessen sollte der Fokus hier dringend auf die Fragen zu Sinn und Notwendigkeit gelegt werden. Insbesondere nachdem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bereits vor einiger Zeit zugegeben hat, dass die neuen Stromtrassen ausschließlich für den europäischen Stromhandel benötigt werden, sollte diese Fokussierung im Interesse von Steuerzahlern und Umwelt eigentlich selbstverständlich sein.

Biogas

Die ÖDP unterstützt Biogas-Anlagen, in denen organische Abfälle verwertet werden. Den gezielten Anbau von Lebensmitteln zur Energieerzeugung sieht die ÖDP aus ethisch-moralischen Gründen sehr kritisch.

Sehr wichtig ist es bei Biogasanlagen dafür zu sorgen und darauf zu achten, dass diese keine Geruchsbelastung für Anwohner darstellen. In einzelnen bekannten Problemfällen mag dies an den Betreibern der Biogasanlagen liegen. In den meisten bekannten Problemfällen scheint jedoch der Standort nicht optimal gewählt zu sein.

Blockheizkraftwerke und Fernwärme

Blockheizkraftwerke, welche sowohl Strom erzeugen als auch die dabei entstehende Abwärme nutzen, stellen für viele Anwendungen eine akzeptable Lösung dar, wenn die Luftverschmutzung dabei maximal minimiert ist und es keine sinnvollen Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien gibt.

Das betrifft u.a. Großenergieverbraucher aber auch den Einsatz im privaten Bereich z.B. als Ergänzung zur Nutzung von Solarenergrie. Die Entwicklung insbesondere von Mikro-Blockheizkraftwerken muss gefördert werden.

Wirtschaftlich arbeitende bestehende Fernwärmeanlagen müssen erhalten werden. Neue Potentiale zur Nutzung von Fernwärme müssen ermittelt und erschlossen werden.

Schmalwasser und Pumpspeicherkraftwerke im Allgemeinen

Das Thema PSW Schmalwasser scheint sich erfreulicherweise erledigt zu haben. Dennoch wollen hier kurz darauf eingehen.

Seitens Energiespeicherung setzt die ÖDP auf dezentrale Lösungen. Pumpspeicherkraftwerke gehören hier nicht dazu, weshalb wir diese ablehnen. Die Pumpspeicherkraftwerke in Thüringen sind zudem nur zu 40 Prozent ausgelastet. So ist für uns ganz klar, dass mit dem Projekt Schmalwasser lediglich nur ein Mitbewerber zum aktuellen Monopolisten in Thüringen sich "ein Stück vom Kuchen holen" wollte. U.a. das Bespiel Goldisthal zeigt, wie die Versprechungen von Steuerzahlungen an die Kommunen und auch neuen Arbeitsplätzen zu bewerten sind.

Das Thema Schmalwasser zeigt uns abermals sehr deutlich die Planlosigkeit von B'90/Grüne beim Thema Energiewende auf.

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