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ÖDP: „CDU-Vorschlag gut, lässt jedoch Speicher-Frage unbeantwortet“

Thüringer ÖDP fordert zeitnahen Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur

Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage - Foto: ÖDP

Der Vorschlag der Thüringer CDU nach Energie-Autobahnen stößt bei der Thüringer ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) auf grundsätzliche Zustimmung. Die ÖDP denke schon seit langem in diese Richtung. Die CDU lasse jedoch die Speicherfrage völlig unbeantwortet und biete hier keine Lösung an. Denn aus Sicht der Thüringer ÖDP ist nicht die Stromerzeugung die große Herausforderung bei der Meisterung einer wirklich sinnvollen Energiewende. Die große Herausforderung sei die längerfristige Speicherung von Energie für die dunklen Monate, in denen die Einspeisung aus der Photovoltaik deutlich zurückgehe und es zudem einen erhöhten Energiebedarf für Beleuchtung und vor allem für Heizung gäbe. Den von Rot-Rot-Grün favorisierten Pumpspeicherkraftwerken erteilen die Thüringer Ökodemokraten eine klare Absage. Diese seien effizient maximal nur für das eher kurzzeitige Speichern von Energie zum Ausgleich von kurzzeitigen Lastspitzen geeignet. Letztendlich komme man jedoch nicht umhin Energie über mehrere Monate hinweg in flüssigen oder gasförmigen unmittelbaren Energieträgern zu speichern. Zum jetzigen Zeitpunkt sei der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur wohl der am schnellsten umsetzbare Ansatz. So müssten alle größeren Stromerzeugungsanlagen auch konsequent mit Elektrolyseuren ausgestattet werden, um zu Erzeugungsspitzenzeiten zu viel erzeugten Strom konsequent in Wasserstoff zu speichern, um nicht mehr wie bisher die Erzeugungsanlagen in Spitzenzeiten einfach auszuschalten. Der so erzeugte Wassersstoff müsse vorzugsweise in Industriegebieten, die nicht selten ebenfalls an Autobahnen liegen, in entsprechenden Tanks gespeichert werden.

Den 1000-Meter-Abstand-Vorschlag der Thüringer CDU bezüglich Windkraftanlagen lehnt die ÖDP ab. Rot-Rot-Grün habe zudem mit ihrem starrköpfigen Vorgehen beim Thema Windkraft, welches vor allem an den mit etwa 250 Metern sehr hohen und damit extrem das Landschaftsbild negativ beeinflussenden Anlagen festhält, in der Bevölkerung leider die Ablehnung der Windkraft deutlich verstärkt. Die ÖDP spricht sich stattdessen für mehr technische Vielfalt und Innovation bei der Auswahl der Anlagen und für Windkraftanlagen in Bürgerhand, bei Genossenschaften, Kommunen oder ortsansässigen Unternehmen, aus und sieht darin den einzigen Ausweg aus der aktuellen Thüringer Windkraft-Misere.

Nach Beobachtung und Einschätzung der ÖDP läuft weiterhin der Ausbau der Photovoltaik in Thüringen an vielen Stellen viel zu schleppend. Die Thüringer Öko-Demokraten sehen hier ein nach wie vor sehr hohes Potential von Photovoltaik auf vielen Dächern und Brachflächen und auch in der Kombination aus Photovoltaik und Landwirtschaft, in Form der Agri-Photovoltaik. Solarparks auf landwirtschaftlich hochwertigen Flächen sehen die Thüringer Öko-Demokraten kritisch.

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