ÖDP Thüringen: Bayern blockiert länderübergreifende Bahnlückenschlüsse

Lücken in der Elektrifizierung zeitnah schließen - Wasserstoff/Brennstoffzelle für Nebenstrecken

Der Landesverband Thüringen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) fordert eine zeitnahe Realisierung des Eisenbahnlückenschlusses für die Werrabahn zwischen Hildburghausen und Bad Rodach (Landkreis Coburg) und für die Höllentalbahn zwischen Blankenstein (Landkreis Saale-Orla-Kreis) und Marxgrün (Landkreis Hof). Die Bayerische Staatsregierung müsse endlich ihre Blockadehaltung aufgeben. „Es kann nicht sein, dass hier, offensichtlich nur weil einem das politische Couleur der aktuellen Thüringer Landesregierung nicht passe, diese zwei wichtigen Maßnahmen zur Vollendung der Deutschen Einheit nicht umgesetzt werden.“, erklärt Martin Truckenbrodt, Landesvorsitzender der ÖDP in Thüringen. Auch wenn im Falle der Werrabahn wegen mittlerweile mehrfach erfolgter Überbauung der Strecke keine Reaktivierung und eine Aufnahme in das aktuelle bayerische Programm nicht mehr möglich ist, so steht es Bayern dennoch jederzeit frei, hier zusammen mit Thüringen im Sinne des Klimaschutzes einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Schienenpersonennahverkehrs zu leisten und den Neubau einer eingleisigen Strecke von weniger als 15 Kilometer Länge in die Wege zu leiten. Ziel sei es hierbei auch eine durchgängige Regional-Express-Verbindung von Eisenach über Meiningen, Coburg und Bayreuth nach Marktredwitz oder gar Eger in Tschechien zu realisieren. Bei der Höllentalbahn geht es darum, nur weniger als sieben Kilometer zu reaktivieren und so, neben einer durchgängigen Regionalbahn aus Richtung Saalfeld über Hof in Richtung Kulmbach, vor allem die täglich etwa 30 LKWs mit Holz aus Tschechien für das Papierwerk in Blankenstein u.a. aus der Stadt Hof heraus zu bekommen.

Die ÖDP Thüringen fordert weiterhin eine deutlich frühere Elektrifizierung des diesbezüglich noch fehlenden Teilabschnitts Weimar-Gera der Mitte-Deutschland-Verbindung. Sowas müsse auch deutlich vor dem Jahr 2028 realisierbar sein. Eine weitere Lücke im Fernverkehrsnetz in Thüringen sieht die ÖDP hier zwischen Schönebeck und Sangerhausen. Hier fehlen nur für wenige Kilometer die Elektrifizierung und ein zweites Gleis. Wäre dem nicht so, wäre eine InterCity-Verbindung Magdeburg-Sangerhausen-Erfurt-Ilmenau-Coburg-Nürnberg-Augsburg(-Allgäu) im Zwei-Stunden-Takt eine deutlich sinnvollere Alternative zum geplanten Regional-Express Erfurt-Coburg-Nürnberg.

Die ÖDP unterstützt ausdrücklich die Absicht der rot-rotgrünen Landesregierung stillgelegte Bahnnebenstrecken reaktivieren zu wollen. Die ÖDP setzt seit Ihrer Gründung im Jahr 1982 auf Wasserstoff als Energiespeicher der Zukunft und empfiehlt hier den Einsatz von Triebwägen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb als sinnvollere Alternative zum Dieselantrieb oder einer sehr kostenintensiven und damit wenig wirtschaftlichen Elektrifizierung von Nebenstrecken.

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