ÖDP kritisiert geplante Windenergieanlagen in Wäldern

Energiespeicher müssen deutlich stärker gefördert werden

Bis 2014 war die Nutzung von Waldflächen für Windenergieanlagen durch die Regionalplanung ausgeschlossen. Die Rot-Rot-Grüne Landesregierung verabschiedete einen Windenergieerlass, welches den Bau von Windenergieanlagen in Wäldern ermöglichte. Dies wurde stets mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und damit verbundene CO2-Einsparung begründet. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hält ebenfalls den Ausbau von erneuerbaren Energien für notwendig. Aber das darf keinesfalls zu Lasten der Umwelt und Naturlandschaften geschehen. „Wenn wir beim Ausbau der erneuerbaren Energien die Tier- und Pflanzenwelt nicht berücksichtigen, so fehlt uns die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz in dem Projekt“, so ÖDP-Mitglied Robert Schöppe. Gerade Wälder nehmen sehr effektiv CO2 auf. Es macht wenig Sinn Teile eines Waldes zu roden und an anderer Stelle wieder aufzuforsten, da neue Wälder erst viele Jahre brauchen, um eine vergleichbare CO2-Aufnahme realisieren zu können. In Wäldern existiert zudem ein vielfältiges Ökosystem und bietet Tieren auf mehreren Ebenen ein Lebensraum. Im Rahmen des Tierschutzes sollte das nicht durch menschengemachte Bauwerke beeinträchtigt werden. Leider wird der Umstieg auf die erneuerbaren Energien nur einseitig betrachtet. Aus der Sicht der ÖDP ist auch die Reduzierung des Energiebedarfs sinnvoll. Denn je geringer der Energiebedarf ist, umso einfacher ist der Umstieg auf erneuerbare Energien. Damit ist der Ausbau von Windenergieanlagen in Wäldern nicht notwendig, sofern eine Konzentration auf andere Flächen erfolgt. Stattdessen muss deutlich mehr Fokus auf dezentrale Energiespeicher gelegt werden. Im ersten Schritt sollten diese für Photovoltaikanlagen stärker gefördert werden.


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