Gemeinwohl anstelle von Privilegien im Gesundheitssystem

ÖDP-Forderung nach einer einheitlichen Pflichtversicherung

Gemeinwohl anstelle von Privilegien im Gesundheitssystem

Die Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems sind aktuell größer denn je: Viele Menschen haben sich mit dem Corona-Virus infiziert, Krankenhäuser fokussieren sich auf schwere Fälle, Arztpraxen bleiben leer. Verschiedenste Medien im In- und Ausland loben unser System als robust, gut aufgestellt und organisiert. Doch zeigt diese Ausnahmesituation nicht, wie bedeutsam solidarisches Handeln ist, besonders im Gesundheits- und Pflegesektor? Jüngere Menschen sind dazu aufgerufen, Ältere zu schützen. Gesundheitlich kräftige Menschen schützen Schwächere zum Wohle aller. Währenddessen wird das Gesundheitssystem als Ganzes von einem Nebeneinander, teilweise sogar von einem Gegeneinander bestimmt. Solange sich viele Besserverdienende, Gesunde oder Staatsdiener einem sozialen Ausgleich - durch eine private Krankenversicherung - entziehen können oder müssen, sind wir weit entfernt von einem gemeinwohldienenden Miteinander!

ÖDP-Forderung nach einer einheitlichen Pflichtversicherung

Die derzeitige Situation zeigt, dass dringende Fälle sofort behandelt werden müssen. Es ist genau das, was wir erwarten: vollkommen unabhängig vom sozialen Status vollumfänglich, schnell und fachmännisch die bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten. Keine Sonderregeln bei Wartezeiten, Terminvergaben oder Zusatzleistungen für „bessere Kunden“. Besonders Ältere und Schwächere beanspruchen die gesetzliche Krankenversicherung prozentual mehr als die private. Ein einheitliches Versicherungssystem würde zu einer Steigerung des Leistungsspektrums der Gemeinheit bzw. Reduzierung der Beiträge für diejenigen führen, welche aktuell die soziale Verantwortung tragen, indem sie die gesetzlichen Krankenkassen stützen. Die Forderung der ÖDP nach einer einheitlichen Pflichtversicherung und Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen ist ein grundsätzlich sozialer und tief solidarischer Appell, dass jeder in angemessener Weise diese Verantwortung mitträgt! Es bleibt der Wunsch und Aufruf, dass die Ausnahmesituation um COVID-19 ein neues Denken im Gesundheitssektor hervorrufen wird.

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