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Der Rechtsruck der Thüringer CDU-Trotzköpfe

ÖDP-Landesvorsitzender zum Vorschlag Hans-Georg Maaßen

Das Bild auf Seite 2 des heutigen Freien Wortes spricht Bände! Hans-Georg Maaßen und Mark Hauptmann fröhlich lachend Seite an Seite an einem Podium sitzend. Die Südthüringer CDU zeigt sich sehr unprofessionell, indem sie den Vorschlag Hans-Georg Maaßen in die Welt posaunt ohne sich intern wenigstens ausreichend abstimmt zu haben, geschweige denn ihn offiziell nominiert zu haben. Diese Vorgehensweise erinnert doch auch sehr stark an die Geschehnisse Anfang 2020 rund um die Kemmerich-Wahl. Offensichtlich hat die Thüringer CDU rein gar nichts daraus gelernt.

Tja, der Verlust von zwei Landtagsdirektmandaten in den Landkreisen Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen an die sogenannte Alternative für Deutschland schmerzt die Südthüringer CDU wohl sehr. Ihr Heil suchen große Teile der Thüringer CDU schon lange in der sogenannten Werte Union, also letztendlich in einem Rechtsruck. Bis heute konnte mir niemand die Frage beantworten, für welche Werte denn die Werte Union oder die CDU im Allgemeinen überhaupt steht. Die Werte des Humanismus und christliche Werte sind es jedenfalls ganz offensichtlich nicht.

Die Thüringer CDU und insbesondere auch die CDU südlich des Rennsteigs hat eines immer noch nicht kapiert: Man bekommt Wählerstimmen nur auf zwei Wegen zurück: Entweder man macht konsequent dem Gemeinwohl dienende Politik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Oder man stellt Kandidatinnen oder Kandidaten auf, welche zum einem auch bei einem Blick hinter die Kulissen authentisch wirken und zum anderen mit Taten glänzen und nicht mit Worten. Dass Mark Hauptmann für die Region, für „seinen“ Wahlkreis von Schmalkalden bis Sonneberg nicht allzu viel geleistet hat, ist kein großes Geheimnis. Er war ja schließlich anderweitig beschäftigt gewesen. Aber nun einen Kandidaten aufzustellen, welcher lediglich nur eines darstellt, nämlich den plumpen Slogan „Merkel muss weg!“ ist ein Armutszeugnis für eine Volkspartei. Wer so billig mit diesem Slogan arbeitet, hat eh seinen Anspruch darauf, eine Volkspartei und eine Partei der Mitte sein zu wollen, verspielt, weil er sich auf sehr plumpe Art und Weise dem Vokabular des rechten Rands bedient. Die Politik von Angela Merkel kann natürlich zu Recht kritisiert werden. Aber nur mit Meckern und dummen Parolen wird man nichts verändern. Es braucht deshalb eine pragmatisch und lösungsorientiert denkende und unabhängige, weil firmen- und konzernspendenfreie, Alternative in der politischen und gesellschaftlichen Mitte. Und das ist die ÖDP! Wählerinnen und Wähler haben es in ihrer Hand!

ÖDP-Landesvorsitzender Martin Truckenbrodt

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