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World Cleanup Day - ÖDP in Gera

Müllsammelaktion dient als Startschuss zur Vernetzung von ÖDP-Mitgliedern aus der Region

Ausbeute (Zwischenstand) der Müllsammelaktion zum World Cleanup Day

Ausbeute (Zwischenstand) der Müllsammelaktion zum World Cleanup Day der ÖDP in Gera - Foto: ÖDP

Zum diesjährigen World Cleanup Day am 17. September lud der ÖDP-Landesverband Thüringen seine Mitglieder und die Öffentlichkeit zu einer gemeinschaftlichen Müllsammelaktion ins Geraer Stadtzentrum. Der Startschuss fiel um 11 Uhr am Gustav-Hennig-Platz. Bei sehr wechselhaftem Wetter fanden die Aktiven vor allem in Gebüschen und in Hecken viel nicht-biologisch-abbaubaren Müll. Zudem erkannten die Ehrenamtlichen am östlichen Rand des Platzes zwischen Sträuchern und einem angrenzenden Mehrfamilienwohnhaus eine Stelle, die ganz offensichtlich als öffentliche "Ersatztoilette" regelmäßig genutzt wird.

Nach etwa einer Stunde setzte sich die kleine Gruppe Freiwilliger entlang der Amthorstraße in Richtung Johanniskirche und den angrenzenden Clara-Zetkin-Park in Bewegung, wo man zunächst mit einigen Passanten ins Gespräch kam. Anschließend wurde der Park vor allem im Bereich der Sitzgelegenheiten und der Beeteinfassungen gesäubert. Dabei fiel den anwesenden ÖDP-Mitgliedern auf, dass der Park an sich mit seiner großen Freifläche relativ sauber gehalten wurde, neben und zwischen den Parkbänken dafür umso mehr Müll herumliegt. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass der Müll bei windigem Wetter mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den übervollen Mülleimern geweht wird oder auch - wie ein interessierter Passant anmerkte - größere Vögel den Müll auf der Suche nach Essensresten aus den Behältern "picken". Generell betrachtet gibt es zahlenmäßig ausreichend viele Müllbehälter im Park, jedoch werden diese offenbar nicht häufig genug von den städtischen Diensten geleert. Am Ende der World Cleanup-Aktion wurden fast 2 volle Säcke mit herumliegendem Müll gefüllt.
 
Während der gemeinschaftlichen Müllsammelaktion stand die Vernetzung der ÖDP-Mitglieder untereinander im Mittelpunkt. So wurde beispielsweise dem Gustav-Hennig-Platz einstimmig ein großes Potential als unbebaute Grünfläche beschienen. Bei der Neugestaltung des Platzes erhoffen sich die Umweltfreunde eine bewusste Herangehensweise des Stadtplanungsamtes mit nachhaltigen Lösungsansätzen. Neben einer öffentlichen Toilette an dieser Stelle des Stadtzentrums und einer (überdachten) Ladestation für E-Bikes und E-Roller, die durch Photovoltaik betrieben werden kann, wünschen sich die ÖDP-Mitglieder vor allem ein nachhaltiges Regenwassermanagement auf diesem Areal. Ein Intelligentes Lösungsansätze gibt es bereits in anderen Kommunen: Sie verbinden die zunehmende Bedeutung von unversiegelten Grünflächen als "Abkühlungsorte" in Innenstädten mit einem Wasserkreislaufsystem, dass Regenwasser vor Ort in der Fläche behält und bei Bedarf über Verdunstung an seine Umgebung abgibt und somit für natürlichen Hitzeschutz sorgt. In diesem Sinne kann auch der ehemalige künstliche Teich - auf westlicher Seite der Amthorstraße gelegen - wieder einer strategischen Bedeutung zugeführt werden und als attraktivitätssteigerndes Element aus Wasser die Belebung des innerstädtischen Platzes forcieren.

Diese und viele andere interessante Ideen für Gera und andere Kommunen wurden miteinander bei doppelten Espressi und heißer Schokolade noch bis 15.30 Uhr ausgetauscht, bevor die Mitglieder bis zum nächsten Regenguss ihre Heimreise antreten konnten. Einen herzlichen Glückwunsch und viele Grüße gehen an Andre Ziervogel vom ÖDP-Regionalverband Mittelthüringen, der am Samstag zwar nicht bei unserem Treffen dabei sein konnte, dennoch die Reise nach Gera zum 21. Elstertalmarathon antrat und diesen auch gewann!

aufgeräumter Bereich in Gera

aufgeräumter Bereich in Gera - Foto: ÖDP

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