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Das Knüllfeld - ein Vorzeigeobjekt der neuen Wege?

ÖDP-Bundestagsdirektkandidat berichtet über Besuch der Arbeitsgruppe „Naturschutz für das Knüllfeld“

ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Stefan Schellenberg und Jürgen Wirth

ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Stefan Schellenberg und Jürgen Wirth

In meiner Heimat, dem Thüringer Wald, gibt es eine wunderschöne Region - das Knüllfeld bei Steinbach-Hallenberg.
Dieses Gebiet bietet unzählige Möglichkeiten, die Natur hautnah zu erleben, durch
unzerschnittene Landschaften dem Lärm der Zivilisation zu entrinnen, Kraft zu tanken und zu entspannen.
Seit 2020 gibt es ein Streitthema, was den touristischen Ausbau dieser Region betrifft. Der Stadtrat von Steinbach-Hallenberg hat ein Konzept erstellen lassen, welches für den üblichen Massentourismus zugeschnitten ist. Diese Ausarbeitung beruft sich einerseits auf Besucherzahlen, die in dieser Höhe nicht vorhanden sind und ist im Bereich des Naturschutzes nicht immer mit den Landes- und Bundesgesetzen vereinbar. Die Mängel im Konzept der Stadt sind in einem Gutachten der Arbeitsgruppe „Naturschutz für das Knüllfeld“ aufgelistet und an die Thüringer Landesregierung übergeben worden. Diese Arbeitsgruppe, welcher ich auch angehöre, möchte selbstverständlich auch, dass das Haseltal attraktiver für die Bevölkerung und ihre Gäste wird.
Es soll dabei aber der massive Eingriff in die Natur vermieden und die vorhandenen Ressourcen effizienter genutzt werden.
Dafür wurde ein eigenes Konzept entwickelt, welches z.B. sportliche Aktivitäten in die Zentren der Gemeinden bringt und das Knüllfeld als Lehr- uns Ausstellungsobjekt für naturnahe Informationen nutzt.
Unsere Wiesen und Wälder sind die Lebensgrundlage für viele Pflanzen und Tiere, die für das ökologische System eine große Bedeutung haben und wiederum die Existenzgrundlage der Menschen sind. Eine weitere Versiegelung, wie sie das städtische Konzept vorsieht, bedeutet nicht nur die weitere Zerstörung der Ökosysteme, sondern birgt zusätzliche Gefahren für die Bevölkerung. In trockenen Jahren führt es zur schnellen Austrocknung der Böden und schneller Absenkung des Grundwasserspiegels. Bei starken Niederschlägen kann es zu massiven Bodenerosionen kommen. Die letzten Trockenjahre und die Unwetter von diesem Sommer sollten endgültig Warnung und Aufruf zum Umdenken für uns alle sein.
Die Regierungen von Bund und Ländern, die Städte und Gemeinden müssen ab sofort ihre Vorbildfunktion nutzen und die Gemeinwohl-Ökonomie als Grundlage für ihre Handlungen sehen,
damit den Generationen von Heute und Morgen eine lebenswerte Zukunft geboten werden kann.
Als ÖDP-Mitglied und Befürworter der Gemeinwohl-Ökonomie, werde ich Menschen in unserer Region unterstützen, die für den Erhalt und Fortbestand einer Natur, wie sie jetzt noch vorhanden ist, kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in die Geschichte der Menschheit als Egoisten und Ignoranten eingehen oder als eine große Gemeinde, die das Ruder selbst in die Hand nimmt und wenn es sein muss, auch ohne auf die vermeintlich Mächtigen zu warten.
Das Knüllfeld kann und sollte ein Vorzeigeobjekt dafür werden, dass alle Veränderungen immer vorausschauend und mit Rücksicht auf die nächsten Generationen geplant und umgesetzt werden.

Stefan Schellenberg

Bundestagsdirektkandidat der ÖDP im Wahlkreis 196

Diese geschützte Wiese soll mit Kunststoff oder kinetischem Sand ganzjährig versiegelt werden.

Diese geschützte Wiese soll mit Kunststoff oder kinetischem Sand ganzjährig versiegelt werden.

Bundestagsdirektkandidat Stefan Schellenberg

Bundestagsdirektkandidat Stefan Schellenberg - Foto: ÖDP

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