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Pläne für Deutschlandtakt gut, aber nicht wirklich ausgereift

Martin Truckenbrodt (ÖDP) fordert Umdenken bei Pro Bahn, VCD und IHKs Coburg und Südthüringen

Laut Martin Truckenbrodt (Landkreis Sonneberg), Landesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Thüringen, gehen die Pläne der Deutschen Bahn zum zukünftigen Deutschlandtakt in die richtige Richtung. Sie lassen jedoch insbesondere südlich des Rennsteigs an einigen Punkten Konsequenz und Weitblick vermissen.

Pro Bahn, VCD und die IHKs Coburg und Südthüringen müssen bei der Werrabahn endlich umdenken

Das Festhalten der Fahrgastverbände Pro Bahn und Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der beiden Industrie- und Handelskammern Coburg und Südthüringen an der Reaktivierung der mittlerweile in Eisfeld, im Lautertal und in Dörfles-Esbach mehrfach überbauten Altstrecke Eisfeld – Coburg verhindere den alternativen Lückenschluss über Bad Rodach, welcher ebenfalls die fehlende Bahnverbindung zwischen Hildburghausen und Coburg herstellt. „Die Argumentation gegen die Variante über Bad Rodach aufgrund etwas schlechterer Längsneigung der Strecke zeigt auch eine gewisse Unehrlichkeit. Denn diese wäre nur für eine Fernverkehrsstrecke relevant, welche die Werrabahn nach heutigen Maßstäben jedoch nicht mehr ist. Die vier Protagonisten werben für ein Projekt einer eingleisigen nicht elektrifizierten Strecke mit Kosten von etwa 130 bis 150 Millionen Euro. Jedoch wollen diese eigentlich eine zweigleisige elektrifizierte Güterfernverkehrsstrecke, welche mindestens das Zehnfache kosten würde. Hier sollten VCD, Pro Bahn, und die beiden IHKs endlich Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einschenken oder besser noch ihre Ziele überdenken. Für den Fernverkehr wurde die Neubaustrecke Erfurt – Ebensfeld gebaut, auf der 2021 nun endlich auch der Güterfernverkehr rollen soll, wenn vier fehlgeplante Haltesignale versetzt wurden.“, erklärt Truckenbrodt.

Potential für einen Regional-Express Eisenach – Eger wird immer deutlicher

Truckenbrodt setzt sich seit einigen Jahren für einen Regional-Express Eisenach – Eger u.a. über Bad Salzungen, Wernshausen, Meiningen, Grimmenthal, Hildburghausen, Bad Rodach, Coburg, Lichtenfels, Kulmbach, Neuenmarkt-Wirsberg, Bayreuth und Marktredwitz ein. Die neuen Pläne für den Deutschlandtakt lassen diese Verbindung eklatant vermissen.

Reaktivierung der Max-und-Moritzbahn muss sofort auf den Tisch

Erstmals 2018 hatte Truckenbrodt die Verschlechterung beim Regional-Express Sonneberg – Nürnberg auf Grund des kommenden Regional-Express Erfurt – Nürnberg prognostiziert. Nun beginnt dieser Rückbau. Der angekündigte Regional-Express Sonneberg – Coburg müsse in eine durchgängige Regionalbahn Probstzella – Coburg u.a. über Ernstthal oder besser Neuhaus am Rennweg, Sonneberg und Neustadt bei Coburg umgewandelt werden. Insbesondere auch der Industriestandort Neuhaus am Rennweg benötigt dringend die Bahnanbindung nach Norden. Jetzt sei es höchste Zeit, die nur wenig Aufwand verursachende Reaktivierung der Bahnstrecke Probstzella - Ernstthal, der Max-und-Moritzbahn, konkret auf die Tagesordnung zu setzen.

Modellprojekte für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb

Sowohl für den Regional-Express Eisenach – Eger als auch für eine Regionalbahn Probstzella – Coburg stellt laut dem Thüringer Landesvorsitzenden der ÖDP die Verwendung der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie die klimafreundlichere und leisere Alternative zum Dieselantrieb und die kostengünstigere Alternative zur Elektrifizierung der beiden Nahverkehrsstrecken dar.

Weitere Informationen zum Thema Eisenbahn in Thüringen: www.oedp-thueringen.de/themen/eisenbahn-in-thueringen/

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