MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) entsetzt über Abstimmung zu Tiertransporten

Buchner: „CDU, CSU sowie Teile der sozialistischen Fraktion verhindern eine deutliche Verbesserung des Tierwohls“

(Straßburg/14.02.2019) Heute hat das Europaparlament mehrheitlich einen Bericht massiv verwässert, der die teils desaströsen und unwürdigen Bedingen bei Tiertransporten in der EU verurteilt hätte. Damit ist der Bericht nur noch ein zahnloser Tiger. Ziel war es, diese Transporte in Zukunft deutlich einzudämmen und in Drittstaaten gegebenenfalls ganz zu verbieten. Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), ist über die heutige Abstimmung entsetzt. „Der heutige Tag ist eine Niederlage für alle Tierschützer. Denn der Bericht forderte eine deutliche Verbesserung des Tierwohls. So hätte es in Zukunft stärkere und EU-weit einheitliche Kontrollen geben sollen, die die Einhaltung der Regeln bei Tiertransporten überwachen. Die Transportzeiten sollten verkürzt und die Zahl der Tiere pro Transport stärker begrenzt werden. Der Bericht forderte überdies, eine schwarze Liste jener Unternehmen zu erstellen, die wiederholt gegen die Tierschutzbestimmungen verstoßen.“

Die ebenfalls im Bericht geforderten Verbesserungen bei den derzeit unter tierquälerischen Bedingungen stattfindenden Transporten über den Seeweg in Nicht-EU-Staaten wie Ägypten oder die Türkei wurden auch nicht angenommen. „Sobald die Schiffe die EU verlassen, wird EU-Recht systematisch gebrochen. Kontrollen sind kaum vorhanden“, so Prof. Buchner.

Der Europaabgeordnete ist über das Abstimmungsverhalten der CDU- und CSU-Abgeordneten sowie eines Teils der S&D (sozialistische Fraktion) im EU-Parlament empört, die gegen den Bericht gestimmt haben. „Die konservative EVP-Fraktion, der CDU und CSU angehören, sowie Teile der S&D vertreten mehrheitlich die Interessen der industriellen Landwirtschaft, die aus Profitgründen Verbesserungen bei den Tiertransporten verhindern will. Mit ethischen Werten ist diese Tierquälerei jedoch nicht vereinbar“, erklärt Prof. Buchner, der auch Mitglied in der parlamentarischen Gruppe „Animal welfare“ ist, abschließend.


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