Gestern – heute – morgen

Gedenktage sind wichtig und wohl unverzichtbar.  Ob sie nun erschütternde (100 Jahre 1. Weltkrieg), beschämende (80 Jahre Pogromnacht) oder beglückende Erinnerungen (republikanische Revolution, Frauenwahlrecht, Mauerfall) auslösen – sie sind und bleiben wertvoll.

Auch Zieldaten haben wohl ihren Sinn: Bis zum Jahre 2030, 2050 oder gar bis 2100 soll dieses (Kohleverbrennung) beendet oder jenes (Klimastabilisierung auf höchsten plus 1,5 Grad) erreicht sein.

Schon Augustinus Aurelius hat in der christlichen Spätantike die Bedeutung der Gegenwart betont. Nur darauf komme es an: Im Jetzt seine Verantwortung wahrzunehmen. Die Vergangenheit kann dazu verführen, sich selbstgenügsam für schlauer zu halten als es die "damaligen" Menschen waren. Das Beschwören der Zukunft kann die Illusion nähren, dass noch sehr viel Zeit für die Lösung der Probleme zur Verfügung steht...

Es bleibt ein interessanter Gedanke des spätantiken Kirchenlehrers und Philosophen: Es gibt nur die Gegenwart. Und diese fordert im Heute, Tag für Tag Verantwortung und zielgerichtetes Handeln. Von uns allen. 


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