Arme Kinder!

Ein Begriff macht Karriere: „Kindergrundsicherung“. Armen Kindern muss geholfen werden - wer wäre nicht dafür! Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier eine neue Runde der Familienskepsis, wenn nicht gar der Familienfeindlichkeit, eingeläutet wird.

Kinder sind arm, wenn ihre Eltern arm sind. So einfach. Eltern sind arm, wenn sie entweder keine Arbeit haben oder ihre Arbeit miserabel (oder auch gar nicht!) bezahlt wird. Freilich kann man auch durch eigenes Versagen oder durch Schicksalsschläge in Armut geraten. Immer aber sind dann alle arm – Kinder und Eltern.

Warum nur drücken sich immer mehr Sozialpolitiker um das klare Bekenntnis zur Familie herum? Weil Kinder das bessere Image haben? Weil Eltern unter Generalverdacht stehen (altmodisch, faul…), vor allem wenn sie dem Arbeitsmarkt wegen ihrer Kinder nur in Teilzeit oder gar nicht zur Verfügung stehen?

Wer Kinder sichern will, muss ihre Eltern sichern. Am besten geschieht dies durch anständige Löhne und durch Bezahlung der familiären Sorgearbeit. Man könnte dazu ja auch „Familiengrundsicherung“ sagen… 


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